Bewerbung Generaldirektorin ORF 2012

Pyrath, 28. Juli 2011

Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrte Damen und Herren des Stiftungsrats,

in der öffentlichen Ausschreibung der Bestellung des neuen ORF-Generaldirektors/Generaldirektorin heißt es, dass unter Berücksichtigung von § 30 ORF Gesetz, Bewerbungen von Frauen besonders erwünscht sind.

Heißt das, der Stiftungsrat wünscht sich als neue Generaldirektorin besonders eine Frau? Handelt es sich hier um eine sogenannte positive Diskriminierung?

Oder ist dieser Satz als blanker Zynismus zu verstehen?

Die interessierte Öffentlichkeit wird Gelegenheit haben, die Absichten, die der Stiftungsrat bei der Formulierung dieses Satzes hatte, zu prüfen.

Denn dies ist die Bewerbung einer Frau.

Damit Sie mich nicht gleich vor dem Start des Rennens davon wieder ausschließen, noch ein paar grundsätzliche Feststellungen zu § 26 Abs. 2 ORF-Gesetz.

Ich habe im Mai 2009 als Europaabgeordnete beschlossen, nicht mehr bei den Wahlen für das Europäische Parlament anzutreten, um meine 25-jährige Medienkarriere fortzusetzen.

Ich wusste damals, dass die nächste Generaldirektorenwahl spätestens im Sommer 2011 stattfinden wird. Was ich damals nicht ahnen konnte war, dass Mitglieder des Europäischen Parlaments davon ausgeschlossen sein würden. Noch dazu mit einer Rückwirkung von 4 Jahren. Denn dieser Beschluss wurde erst ein gutes Jahr später, nämlich im Oktober 2010 gefasst.

Unabhängig davon bin ich der Auffassung, dass die Politikerklausel des § 26 Abs. 2 ORF-Gesetz nicht auf mich zutrifft, da ich in keinem Naheverhältnis zu einer Partei in Österreich stehe.

Die Wortwahl des Paragraphen lässt in mehreren Punkten Spielraum für Auslegungen zu. Ich bin der Auffassung, dass nicht nur die Buchstaben dieses Gesetzes zu betrachten, sondern auch ihr Sinn und Zweck zu hinterfragen sind. Hier wurde nämlich vom Gesetzgeber eine Regelung übernommen, die ursprünglich für Verfassungsrichter geschaffen worden war. Keinem anderen Unternehmen außer dem ORF sind in Österreich ähnliche Auflagen verordnet worden.

Was nun meinen konkreten Fall betrifft: Ich bin überzeugt, dass der Gesetzgeber nicht allen 754 Abgeordneten aus ganz Europa eine vierjährige Cooling Off-Periode verordnet, sondern nur denjenigen, welche in Abhängigkeit zu einer Partei mit politischer Macht in Österreich stehen. Treffen wollte der Gesetzgeber also Funktionäre jener Parteien, welche seit Jahren in unterschiedlicher Form Druck  auf die Mitarbeiter des ORF ausüben und bei der Personalwahl mitbestimmen wollen. Gemeint sind jene Parteien, die sich in Form von Freundeskreisen im Stiftungsrat des ORF formieren und nun wieder einmal bei der Wahl des nächsten Generaldirektors ihren Einfluss geltend machen. Diesen Parteien sollte ein Riegel vorgeschoben werden, damit sie nicht gleich einen aus den eigenen Reihen für das höchste Amt des öffentlich-rechtlichen Mediums nominieren.

Gründe meiner Bewerbung

Ich kenne das Personal, die Strukturen und diverse Eigenheiten des ORF länger als alle anderen Kandidaten, die bis dato ihre Bewerbung angekündigt haben. Ich habe als Journalistin, Filmemacherin, Moderatorin und Sendungsverantwortliche in den Bereichen Jugend, Kultur, Information, Unterhaltung sowie Promotion gearbeitet, beherrsche von der Nachrichtenberichterstattung, über Dokumentationen, Gestaltung von Unterhaltungsformaten bis hin zu mehrstündigen Moderationen von Live-Sendungen zahlreiche TV-Formate und habe erfolgreich Redaktionsteams geführt.

Auch als Politikerin habe ich meine ORF-Qualifikationen genutzt, um komplexe Vorgänge einem breiten Publikum näher zu bringen und eine wöchentliche Talkshow auf TW1 geleitet und moderiert: Das Europäische Quartett. Abgeordnete und Experten diskutierten  über aktuelle europapolitische Themen.

Während meiner Tätigkeit im Europäischen Parlament habe ich im Ausschuss Kultur, Bildung und Medien maßgeblich an der Richtlinie für Fernsehen ohne Grenzen mitgearbeitet, kenne also die Europarechtsgrundlagen aus der Praxis und auch auf wissenschaftlicher Ebene, da ich alle Prüfungen meines Studiums an der Donauuniversität Krems mit ausgezeichnetem Erfolg absolviert habe. An meiner Masterarbeit über den Status der Türkischen Zyprioten in der EU schreibe ich gerade.

Das Motto Lebenslanges Lernen habe ich nicht nur als Politikerin auf europäischer Ebene gefordert, sondern in meinem Leben auch selbst angewandt.

Das EU-Parlament ist eine ausgezeichnete Schule für komplexe Verhandlungen von Parteien mit unterschiedlichen Interessen. Nirgendwo anders lernt man die hohe Kunst des Schmiedens von Kompromissen besser. Auch das ist eine wesentliche Voraussetzung, um ein öffentlich-rechtliches Unternehmen wie den ORF, das die Interessen aller Österreicherinnen zu vertreten hat, in eine gute Zukunft zu führen.

Als Geschäftsführerin eines Gastronomie- und Cateringunternehmens besitze ich gute Kenntnisse in Logistik, entschlossenem Handeln in Stresssituationen und privater Unternehmenskultur.

Als berufstätige fünffache Mutter habe ich gelernt, mich bei sämtlichen Aufgaben auf das Wesentliche zu konzentrieren, effizient und rasch zu arbeiten, jede Minute des Tages für Produktives zu nutzen, Notwendiges zu erledigen, das Wohl der anderen vor das eigene zu stellen. Außerdem ist es mir möglich, das Medienverhalten der Jugend aus erster Hand zu studieren.

Unter dieser Prämisse habe ich Ziele formuliert, die ich als Generaldirektorin des Österreichischen Rundfunks bis 2016 umsetzen möchte. In den zahlreichen Vorgesprächen, die ich während der letzten Monate mit Stiftungsräten und hochrangigen Politikern geführt habe, hat sich gezeigt, dass diese Ziele erreichbar sind.

Lebenslauf

Geboren am 15. Dezember 1961 in Wien
1964-1980
Kindergarten, Volksschule und Gymnasium,
Schule der Armen Schulschwestern Unserer Lieben Frau, Wien 15
1978-1979
AFS-Stipendium in Huntington, Long Island, New York
1980
Matura mit ausgezeichnetem Erfolg,
Schule der Armen Schulschwestern Unserer Lieben Frau, Wien 15
1980-2003
Journalistin, Moderatorin und Sendungsverantwortliche u.a. folgender ORF-Produktionen: Ohne Maulkorb, Trailer, 2×7, K1, Wie haben Sie’s denn gern?, Zeit im Bild, Treffpunkt Kultur, Quiz 21, Absolut Life
1988-1989
Pressesprecherin des Österreichischen Bundestheaterverbandes bei Dr. Rudolf Scholten
2003-2004
Moderation und Sendungsverantwortung einer zweistündigen Live-Sendung im Radio “Resetarits Live, das bewegt Österreich heute” bei Kronehit
2004-2009
Mitglied des Europäischen Parlaments bei der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa
2004-2010
Geschäftsführerin der MARX Restauration GmbH
2008-2010
Masterstudium der Internationalen Beziehungen, Donauuniversität Krems
seit 2009:
Chefredakteurin der MMKmedia GmbH
Mutter von fünf Kindern, Benjamin (geb. 1983), Boris (geb. 1990), Paul (geb. 1992), Timoteus (geb. 2000), Bonamie Wolke (geb. 2010)
Verheiratet mit Martin Kraml

Konzept

In den nächsten fünf Jahren gilt es unter Berücksichtigung der gesetzlichen Auflagen den ORF in seinem inneren und äußeren Erscheinungsbild insgesamt zu verjüngen.

Der ORF muss in seinen Entscheidungsabläufen schlanker, flexibler und wesentlich schneller werden. Zukünftige Arbeitsverträge und Strukturänderungen sind dahingehend mit dem Betriebsrat zu verhandeln. Auch formal und inhaltlich sind sämtliche TV-Radio- und Onlineformate zu modernisieren. Der ORF wird nicht mehr öffentlich-rechtlich und privat zugleich sein, sondern sich nur noch auf seinen öffentlich-rechtlichen Auftrag konzentrieren. Auf Finanzierung durch klassische Werbung wird verzichtet.

Mit mir als Generaldirektorin gibt es eine

ORFensive 2016

Personal

Mindestens 45 % Frauenquote auch in der Führungsebene, weil das meinem Prinzip entspricht, dass jede Maßnahme Top-Down umzusetzen ist. Das derzeitige ORF-Gesetz hat es sich zu leicht gemacht und die Bottom-Up-Variante gewählt.

Die jährlichen Bonuszahlungen von rund 500.000 Euro werden nicht dem Direktorium aus-

bezahlt, sondern gehen jährlich an verdienstvolle Mitarbeiterinnen aus allen Bereichen des ORF.

Im ORF wird das Flexicurity-Prinzip eingeführt, d.h. sichere Arbeitsplätze mit flexiblen Arbeitsbildern, um berufliche Umstiege zu ermöglichen.

Abbau von Personal und Privilegien ebenfalls immer nur von oben nach unten. Nur wenn Personal im oberen Management eingespart wird, wird es auch Einsparungen in den nächsten Ebenen geben. Das gilt gleichermaßen für Privilegien und andere wohlerworbene Rechte. Zuerst verzichtet die Direktorinnenebene, dann erst kann stufenweise über den Verzicht anderer Mitarbeiterzuwendungen verhandelt werden.

Föderalismus

Junge Kreativpools werden in allen Bundesländern aufgebaut, um tägliche Sendungen auch für ORF1 zu gestalten.

Es gibt neben der tagesaktuellen Berichterstattung auch wöchentliche Magazine der Bundesländer, also einen Report Wien, Report Niederösterreich, Report Salzburg usw.

Die Landeshauptleute werden aufgefordert, die Länderabgaben der Rundfunkgebühren

(rund 200 Millionen Euro pro Jahr) nicht zweckentfremdet sondern zweckbestimmt für Ausbildung, Arbeitsplätze und Programm des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in ihren Bundesländern zu investieren.

Erste Gespräche haben mich überzeugt, dass Landeshauptleute einer solchen Zweckbestimmung nicht ablehnend gegenüberstehen.

Programm

Jedes Programm, egal zu welcher Sendezeit, muss den öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllen. Öffentlich-rechtlich heißt das Programm ist identitätsstiftend, informativ, unterhaltsam-kreativ, experimentierfreudig, klug und wertvoll.

Es wird kein Programm geben, das in gleicher Weise auch auf den Privatkanälen gebührenfrei zu finden ist.

ORF 1 wird zum Unterhaltungssender ausgebaut

ORF 2 erhält eine noch stärkere journalistische Kompetenz

Beispiele:

Eine neue Informationsoffensive auf ORF 2 bringt klare Programmstrukturen.

Die Morgenshow “Guten Morgen Österreich” (5.30-9.00 Uhr) und die Fortsetzung am Abend “Guten Abend Österreich” (17.00-20.00 Uhr) mit News, Korrespondenteneinstiegen, Regionalfenstern, Service, Studiogesprächen, Studioaktionen, Kultur- Society- und Sportberichterstattung schafft ein tägliches sechseinhalbstündiges Info-Event auf ORF 2, welches jeweils im Anschluss auf ORF 3 wiederholt wird.

Zwischen 19.00-20.00 Uhr zeigt ORF1 täglich eine populärwissenschaftliche Sendung zum besseren Verständnis unserer Welt  – insbesondere für junge Zielgruppen.

Eine Unterhaltungsoffensive bringt:

- mehr und neue Comedyformate, weil Schmäh ein Österreich-Spezifikum ist

- Kultur, Wissenschaft und Sport produzieren für ORF 1 auch Unterhaltungsformate

- eine große Samstag-Abend-Familienshow zum Thema Europa

Fremdsprachige Kaufproduktionen werden immer im Zweikanalton auch in Originalversion gesendet, Untertitelung und Audiokommentare wenn möglich zusätzlich angeboten. Die Förderung von Fremdsprachenkompetenz ist ein wesentliches Anliegen der EU-Kommission und gehört zu den Aufgaben öffentlich-rechtlicher Fernsehsender.

Der ORF bemüht sich bei den Rechten von wichtigen internationalen Sportübertragungen um Zusammenarbeit mit anderen österreichischen Fernsehsendern, um Kosten zu sparen und der deutschen Konkurrenz zu begegnen.

Die Radiosender des ORF gewinnen durch den Werbeverzicht an Gestaltungsfreiheit, können mutiger programmieren, insbesondere was die musikalische Vielfalt betrifft.

Der Anteil der österreichischen Musikproduktionen wird massiv erhöht. Radio als aktuelles Informationsmedium muss wieder an Bedeutung gewinnen. Kurznachrichten zu jeder halben oder vollen Stunde sind bei großen Ereignissen zu wenig, auch in diesem Medium muss es Sondersendungen geben.

Journalistische Querverweise TV, Radio, Online werden immer mitgedacht.

Der ORF präsentiert sich nach außen als geschlossene Senderfamilie. Er muss zum Alltag jedes Österreichers, jeder Österreicherin gehören, egal ob man fernsieht, Radio

hört oder online ist.

Finanzen

Gebühren

Der ORF geht den Weg der BBC und finanziert sich in Zukunft aus Gebühren, Sponsoring und bei Unterhaltungs- und Sportproduktionen  auch durch Produktplatzierungen.

Werbung

Auf klassische Werbung kann gänzlich verzichtet werden, wenn die Landeshauptleute die Länderabgaben der Rundfunkgebühren wie beschrieben investieren.

Ein werbefreier ORF ermöglicht eine wesentlich unabhängigere Berichterstattung, befreit das Unternehmen von werberelevantem Quotendruck und trägt damit zur inhaltlichen Qualitätssteigerung bei. Außerdem führt die strikte Trennung zwischen dem öffentlich-rechtlichen und den privaten Medienanbietern zu einem gerechteren Wettbewerb und stärkt den Medienpluralismus im Österreich.

Sponsoring und Produktplatzierung

Firmen, die ihre Marken im Umfeld von öffentlich-rechtlichem Qualitätsprogramm platzieren wollen, können dies als Sponsoren von Sendungen weiterhin tun.

Produktplatzierung wird den Produzenten nach geltenden EU-Regeln erlaubt.

Geschäftsverteilung

Finanzen

Innovationen und Neue Medien

Executive

Es gibt zur Verstärkung der Generaldirektorin ein dreiköpfiges Direktorinnenteam, bestehend aus einer Finanzdirektorin, einer Direktorin für Innovationen und Neue Medien sowie einer Executive-Direktorin. Umso kleiner das Führungsteam, umso rascher und effizienter werden die Handlungsabläufe. Außerdem bedeutet jeder gestrichene Direktorenposten weniger politischen Einfluss und weniger Potential für machtpolitische Intrigen.  Bestes Beispiel war nach der Absetzung von Elmar Oberhauser der Verzicht auf eine Nachbesetzung während der letzten Geschäftsführungsperiode. Diese Strukturentscheidung hat Personal und Berichterstattung im Bereich Information insgesamt sehr gut getan.

Jedes Landesstudio, jeder Hörfunksender und jeder Fernsehsender des ORF wird nach dem Senderprinzip verwaltet. Die Landesdirektoren bzw. die Senderchefs haben in der Generaldirektorin eine direkte letztverantwortliche Ansprechperson, finanzielle Angelegenheiten sind mit der Finanzdirektorin abzusprechen, Innovationen und Entscheidungen im Bereich Neue Medien, sowie Aus-Fort- und Weiterbildung werden von der dafür zuständigen Direktorin vorgegeben. Die Executive-Direktorin koordiniert die Arbeitsabläufe und die Programmgestaltung der einzelnen Sender und Landesstudios, um Synergien zu schaffen. Sie ist für die Markenbildung der Senderfamilie ORF verantwortlich.

Standort

Es wird nur dann einen neuen ORF-Hauptstandort geben, wenn schlüssig dokumentiert  werden kann, warum es wirtschaftlich Sinn macht, Eigentum aufzugeben und stattdessen Miete zu zahlen.

Vertragsgestaltung

Die Verträge für das Direktorinnen-Team sind mit dem Zentralbetriebsrat abzustimmen, damit das Flexicurity-Prinzip für alle Mitarbeiter so rasch wie möglich eingeführt werden kann. Wie gesagt: Die Generaldirektorin und ihr Team gehen mit gutem Beispiel voran.

Damit der Fisch eben nicht vom Kopf weg zu stinken beginnt.

Fragen zu Details zur ORFensive 2016 beantworte ich gerne beim Hearing am 9. August.

Hochachtungsvoll

Karin Kraml

Karin Kraml – Bewerbung Generaldirektorin ORF 2012
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Offener Brief an Hans-Peter Martin von Karin Resetarits

Essaouira, 23.April 2011

Es hat dich also in der Karwoche 2011 erwischt.

Am Mittwoch in der Zeit im Bild 2 wurden wir Zeuge deiner tödlichen Selbstbeschädigung. Wir sahen einen aschfahlen Martin, keine Kontrolle mehr über  das eigene Lügennetz, verzweifelt zappelnd, Unzusammenhängendes stammelnd. Jedes Wort riss dich weiter runter, tiefer und tiefer bist du gesunken, direkt in die Hölle der gefallenen Engel.

Dein Kniefall vor den Wählern half nicht mehr. Jetzt wird es auch der letzte Gutgläubige deiner Anhängerschaft begriffen haben, darunter journalistische Größen wie Peter Michael Lingens, der dich noch 2009(!) wählen wollte:

Dr. Hans-Peter Martin bereichert sich nicht mit Tagesdiäten des Europäischen Parlaments. Er diniert nicht mit Lobbyisten in feinen Restaurants. Er trinkt keinen Champagner bei diversen Politempfängen. Er verzichtet auf Limousinenfahrten. Solche Kinkerlitzchen hat er nicht notwendig.

Dr. Hans-Peter Martin füllt seine Bankkonten und Vorratskammern derweil mit Millionen von Euros aus den Taschen seiner Wähler. Entgegen seiner Versprechen.

Und damit nicht genug.

Es beschäftigt dich, dass du nur in die Kassa der Wahlwerbungskostenbeiträge langen darfst.  Als drittgrößte Partei Österreichs in Europa bekommst du keine weitere staatliche Förderung. Die fünf im Nationalrat vertretenen Parteien kassieren jährlich 170 Millionen, nichts davon geht an dich, an die Liste Dr. Hans-Peter Martin.

Darüber grübelst du auf deiner Homepage.

Apropos, seit wann hat deine Liste mehr als 10 Mitglieder?

Die Liste Martin besteht doch nur aus dir. Mehr ist da nicht.

Kannst du dich noch erinnern, an deinen ersten Parteitag am 14. Juni 2004? Er fand in einem Mercedes Cabrio statt, auf der Fahrt von Wien nach Tübingen.

Du warst am Steuer und neben dir deine Frau Heike.

Warst du bei der Location-Suche deiner anderen Parteitage ähnlich originell?

Voll Idealismus waren wir damals, die Listenmitbegründer Kurt Köpruner und ich. Wir dachten tatsächlich, es ginge dir um eine besser geführte Welt, um eine andere, bürgernahe Politik, um Gerechtigkeit. Wir gründeten die Liste als technisches Vehikel, weil wir mit dem Wahlwerbungskostenbeitrag soziale Organisationen unterstützen wollten. „Insbesondere für die Jugend,” wie du nicht müde wurdest zu betonen. Wir sollten einen sparsamen Wahlkampf führen, damit viel Geld für Wohltätigkeit übrig bliebe.

Und das ist nun die bittere Wahrheit:

Du hast einen negativen Bescheid vom Kanzleramt provoziert, damit er dir als Ausrede dient, warum du die verbliebene Million aus dem Wahlkampf 2004 nicht spendest.

Parallel dazu hast du mit deinen Wirtschaftsprüfern sehr kreativ nachgedacht, wie du das Geld deiner Oneman-Show namens Liste Martin zukommen lassen kannst. Das technische Vehikel wurde damals zur Scheinpartei. Kontrolliert wurdest du dabei von niemanden. Transparenz ist ein Unwort, wenn es um deine eigene Person geht.

Ich habe damals beim Kanzleramt nachgefragt. Selbstverständlich hättest du die Million spenden können, nämlich an all jene Organisationen, die zum Zeitpunkt der Listengründung bereits existiert haben. Doch davon wolltest du nichts hören und hast alles versucht, um uns lästige Zeugen endlich loszuwerden. Auf mich hast du einen befreundeten Journalisten gehetzt, mein Name war schließlich bekannt genug, um durch den Boulevard gezogen zu werden. Kurt hast du selbst übernommen und gemeinsam mit Heike gekränkt und erniedrigt.

Aber nicht nur Kurt und mich hast du an der Nase herumgeführt, auch sämtliche Richter und Richterinnen, die dir Recht gegeben haben in den zahlreichen Prozessen, die du gegen alle führst, die dich durchschauen. Journalisten durften nicht einmal behaupten, dass du Wasser predigst und Wein trinkst. Schon fanden sie sich als Angeklagte wieder.

Ich selbst wurde Zeuge deines schauspielerischen Talents vor Gericht. Mich hast du als trojanisches Pferd der Spesenritter vorgeführt: „Frau Rat, stellen sie sich diesen Unfug vor, Frau Resetarits hat Videoclips für TV und Internet für den Wahlkampf der Liste Martin produziert und möchte nun, dass ich das vom Wahlwerbungskostenbeitrag zahle!

Ich habe davon nichts gewusst. Das ist doch Verschwendung von Steuergeld.”

Ja, die liebe Frau Rat hat das auch so gesehen und hat in ihrer Urteilsbegründung gemeint, ich solle das aus meiner eigenen Tasche zahlen. Was denkt sie nun, wenn sie von den  mehrdeutigen Überweisungen der Liste Martin liest, wo ein befreundeter Rechtsanwalt ohne entsprechende Leistung im voraus bezahlt,  ein Architekt in Deutschland entlohnt wird, der das Haus deiner Frau umplant und sich Dr. Martin für die eigene Eigentumswohnung 10.000 Euro Miete monatlich überweist, alles von der Wahlkampfkostenerstattung? Kommt ihr da auch die Galle hoch? Hoffentlich lernt sie daraus und ist in Zukunft als Richterin nicht mehr so naiv. Ihren Vorwurf an mich gebe ich damit zurück.

Denn auch ich habe durch dich, Dr. Hans-Peter Martin, viel gelernt.

Über schlechte Menschen zum Beispiel. Du bist nur vor dir selbst demütig. Ansonsten gnadenlos. Du schlägst auf Menschen, bis sie sich nicht mehr wehren können.

Dazu eine bezeichnende Episode aus dem Prozess, den ich gegen dich geführt habe. Du hast meinen Zeugen, Kurt Köpruner, der Lächerlichkeit preisgegeben. Kurt, deinen Freund aus Jugendtagen, der dich uneingeschränkt im Wahlkampf unterstützt hat, der alles für dich liegen und stehen gelassen hat, dir seine ganze Zeit geschenkt hat. Was hast du damals über ihn vor der Richterin gesagt? Er sei ein Sozialfall, der dein Geld braucht. Er sei behindert, man könne mit ihm nichts Vertrauliches besprechen. Er verstehe ja meist nicht richtig, weil er schlecht hört, unbrauchbar für die Politik. Unbrauchbar als Zeuge.

Du hast damals eindeutig eine Grenze überschritten.

Dieses Ausmaß an perfider Boshaftigkeit wurde selbst deinem Körper zu viel. Für mich ist es kein Zufall, dass sich ein Tinnitus in dein Ohr eingenistet hat.

Oder dient dir diese Krankheit auch wieder nur als Ausrede?

Dass du jetzt über Martin Ehrenhauser stolperst, ist ein Zeichen von schicksalhafter Ironie. Martin Ehrenhauser und Florian Schweitzer sind Schlangen, die du an deiner Brust genährt hast.

Reg dich doch nicht künstlich auf, dass sie in deinen Computer eingedrungen sind.

Wegen ihrer Skrupellosigkeit hast du sie ja engagiert! Sie haben dich mit Informationen über Hans Peter Haselsteiner, die STRABAG und das Liberale Forum versorgt.

Damit habt ihr das LIF ein paar Tage vor der Wahl 2008 gesprengt. Denn die beiden haben den Inhalt von Alexander Zachs Festplatte gestohlen und du warst ihr Hehler.

Es folgten anonyme Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft.

Ehrenhauser hat wenigstens den Mumm dich namentlich anzuzeigen.

Wahrscheinlich, weil er hofft, als der bessere Martin in der Staatsoperette namens Österreich in Zukunft eine gewichtige Rolle zu spielen.

Es sei ihm vergönnt. Weil ihm das Kunststück gelungen ist, an dem wir alle vor ihm gescheitert sind: Er hat dich zu Fall gebracht und Armin Wolf hat dich erlegt.

Dich erbärmlichen Demokratiezerstörer. Endlich.

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AGAINST ALL ODDS

Meine Kandidatur für den ORF sei “against all odds”, Warum man sich so etwas überhaupt   antue, fragte mich der Medienjournalist Harald Fidler (Der Standard) bei einem Interview. Es gibt keine einfache Erklärung. “There’s so much I need to say to you, so many reasons why”- um mit Phil Collins zu antworten.

Ich bin mir sicher, jeder Mensch hat folgende Erfahrung schon mehrmals gemacht:

Manchmal stellen sich Herausforderungen im Leben, die man anpacken muss. Kein Weg führt an ihnen vorbei. Sucht man trotzdem eine Umgehung, bewegt man sich im Kreis, solange bis man die eigentliche Aufgabe bewältigt. Selbst wenn diese Aufgabe von außen betrachtet “against all odds” zu sein scheint, sie hat eine innere Logik und bringt dich zu einem weiteren Level. Dabei kann man abrutschen oder aufsteigen, nur stillstehen wird man nicht.

Es gab einen Moment in meinem Leben, da erkannte ich, dass Spotten und Jammern über den Status Quo im ORF nichts bringt.

Spotten, jammern und hoffen, dass eines Tages irgendjemand kommt, ein Wunderwuzzi, der es genauso macht, wie man sich das halt so vorstellt, so erträumt – nach diesem Prinzip leben viele Menschen. Auch ich bin diesem Muster immer wieder verfallen. Aus Bequemlichkeit und aus Selbsttäuschung, nach dem Motto: Man kann sich schließlich nicht um alles kümmern.

Was auch richtig sein kann. Loslassen ist sehr oft hilfreicher. Aber manche Dinge verschwinden eben nicht. Sie bleiben, auch wenn man sie schon längst losgelassen hat.

Der ORF scheint so ein Ding in meinem Leben zu sein. Losgelassen habe ich ihn bereits im Jahr 2003 – doch er blieb ein Teil von mir, auch in den Köpfen der anderen. Obwohl ich so viele Jahre schon nicht mehr moderiere – und ich in der Zwischenzeit als Politikerin und Gastronomin gearbeitet habe – werde ich von vielen Menschen ausschließlich mit dem ORF in Zusammenhang gebracht.

Ich nehme mir den ORF also noch einmal zur Brust – und zwar in seiner gesamten Vielschichtigkeit. Mithilfe von Experten analysiere ich seine finanzielle Situation, seine Senderprofile, seine Personalstruktur. Ich spreche mit Aufsichtsräten und Politikern. Ich suche mir ein ideales Team und werde mit diesen Erfahrungen und mit diesem Wissen meine Bewerbung schreiben.

Am 9. August werde ich antreten, um zu siegen. Über den Stillstand. Against all odds. It’s a chance I’ve got to take.

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Everything is ok, Mom.

Bilder sind stärker als Worte. Dieses Bild der österreichischen Künstlerin Barbara Philipp (siehe unten) symbolisiert für mich den Zustand des ORF. Der ORF ist wie diese welkende Schönheit, liegt vollkommen fertig am Boden und will es vor jener Person verheimlichen, der er seine Existenz zu verdanken hat. Weil er zum Überleben noch Zuwendungen braucht.

Aufgabe des nächsten Generaldirektors ( die hoffentlich eine gute Mom ist ) wird sein, dieses ausgebrannte Häuflein Elend wieder aufzurichten und einen erfolgreichen Heilungsprozess einzuleiten.

Ich werde bei den kommenden GD-Wahlen antreten, weil beim politischen Pokern die Gesundheit des Unternehmens nicht zu kurz kommen darf. Momentan wird nur gerechnet, wer am ehesten die notwendigen 18 Stimmen vom Stiftungsrat bekommen wird. Dass dabei nicht nur politische Interessen bedient werden, sondern anscheinend auch pekuniäre, ist letzte Woche publik geworden. Vorausgesetzt der Inhalt des Emails von Walter Meischberger an ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz ist richtig.

Ich möchte mit meiner Kandidatur eine öffentliche Debatte in Schwung bringen, welche Aufgaben der künftige Generaldirektor und sein Team bewerkstelligen müssen, womit sie ihren Rucksack zu füllen haben. Es geht nicht, dass da ein willfähriger Diener seiner Herren, wer immer es sein mag, mehr schlecht als recht mit 18 Stimmen die Kurve kratzt und den ORF in den kommenden Jahren komplett gegen die Wand fährt.

Es gilt, die Frage zu klären: Was sind die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen ORF in den 10er Jahren des 21. Jahrhunderts, in einer Medienlandschaft, die noch nie so vielfältig und noch nie so stark gewesen ist? Welchen Rundfunk braucht das Land?

Der ORF war jahrzehntelang ein Monopol ohne Konkurrenz und noch immer beherrscht das sein Gebaren und unser Denken. Deshalb hilft bei der Beantwortung oben gestellter Fragen ein Positionswechsel.

Nehmen wir an, es gäbe eine öffentlich-rechtliche Zeitung, die durch den Kauf anderer Zeitungen durch Einhebung einer Zwangsgebühr finanziert wird. Welche Inhalte müsste  das Medium transportieren, damit die Konsumenten eine solche Vorgangsweise akzeptieren? Wodurch würde sie sich von den marktorientierten Zeitungen unterscheiden? Welche Aufgaben fielen ihr zu?

Eine solche Zeitung müsste freigespielt sein von wirtschaftlichen und machtpolitischen Interessen. Nicht die Höhe der Auflage wäre der Gradmesser ihres Erfolges, sondern Qualität, Ansehen, Glaubwürdigkeit. Eine solche Zeitung wäre die journalistische Instanz im Land. Sie müsste Identität stiften und positiven Einfluss üben.

Und weil der ORF nicht nur eine journalistische Komponente hat sondern auch eine spielerische, müssten für seine Unterhaltungsprogramme dieselben Kriterien gelten. Auch sie sind Ausdruck der Kultur unseres Landes. Die Menschen haben Anrecht darauf, im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen, was sie jahrein, jahraus durch ihre Steuergelder finanzieren: hochwertige Theater- und Opernübertragungen, Spielfilme und Kinodokumentationen zur besten Sendezeit. Zum Beispiel.

Ein öffentlich-rechtliches Medium hat nur dann einen Sinn, wenn es durch seine Sonderstellung auch ganz besondere Aufgaben wahrnimmt.

Ein öffentlich-rechtliches Medium wird zum Ärgernis, wenn es sich als privater Mitbewerber versteht.

-2-

Der ORF ist nicht öffentlich-rechtlich und privat zugleich, wie es in den 90er Jahren der damalige Generalintendant Gerhard Zeiler postulierte. In der heutigen Medienlandschaft ist diese Sichtweise falsch und somit entbehrlich. Denn der ORF hat damit in den letzten Jahren seine Glaubwürdigkeit verspielt. Er hat sein Alleinstellungsmerkmal verloren. Der ORF muss sich neu definieren, muss wieder eine Marke werden. Die Einnahmesituation Gebühren/Werbung/Productplacement/Sponsoring muss überdacht werden.

Schließlich will der Gebührenzahler wissen, wofür er monatlich 23 Euro zahlen soll. Etwa für ein Programm, das er genauso auch umsonst empfangen kann?

Speziell ORF 1 ist ein Sündenfall, der sich nicht rechnet.  Amerikanische Serien und Blockbusterfilme bestimmen einen Großteil des Programms. Die kann man auch auf den privaten Kanälen sehen. Das Argument, dafür bekommen die Zuschauer auch österreichische Informationssendungen und Castingshows, gilt nicht. Die gibt es auch bei den Privaten. Gebührenfrei.

ORF 2 hat ebenfalls massive Probleme. Der Sender ist in die Jahre gekommen. Über weite Strecken laufen noch immer Formate, die in den 90ern von Gerhard Zeiler und Gerhard Weis geschaffen worden sind. Mit den Sendungen und ihren Moderatoren altert auch das Publikum.

Beide Sender müssen Persönlichkeit gewinnen. Sie müssen unverwechselbarer werden. Eigenständig, überraschend, mutig. Beim Radio ist das möglich. Hier gibt es in der Senderfamilie zwei starke Charaktere. Sowohl Ö1 wie auch FM4 haben verstanden, wie sie öffentlich-rechtliche Aufgaben attraktiv umsetzen und eine treue, zufriedene Zuhörerschaft aufbauen können.

Ein phantasievoller Umgang mit den Möglichkeiten des Mediums Fernsehen könnte verhindern, dass sich die Zuschauer von ORF 1 und ORF 2 weiterhin galoppierend verabschieden. ORF 1 liegt bei seiner Hauptzielgruppe, den Unter-Dreißigjährigen, regelmäßig hinter den deutschen Privaten Pro 7 und RTL und oft sogar schon hinter Puls4 und  ATV.

Öffentlich-Rechtlich muß kein Programm unter Ausschluss der Öffentlichkeit sein. Im Gegenteil.

Der künftige GD braucht Mut. Er muss bereit sein, geplantes Programm umzustoßen, wenn besseres möglich ist. Er muss Menschen verstehen, ihre wechselnden Interessen spüren und darauf bei der Programmierung der Inhalte Rücksicht nehmen.

Fernsehen kann sich nur gegen seine Hauptkonkurrenten Internet, Spielkonsole und Heimkino durchsetzen, wenn es so wenig Konserven wie möglich einplant. Live-Information und Live-Unterhaltung sind absolute Must’s, müssen zu Hauptbestandteilen des ORF-Programms werden.

Wenn ein Land wie Ägypten revoltiert, dann interessiert das die Österreicher zeitgleich über die übliche ZIB-Sendelänge hinaus. Hier muss das Medium sehr wendig sein und nicht wie ein träger Tanker agieren, der erst in Schwung kommt, wenn alles vorbei ist.

Sonst haben die Zuschauer ihren Informationshunger anderswo gestillt. Sondersendungen müssen stattfinden, Dokumentationen und passende Unterhaltungsformate wie Quizsendungen, etwa zum Thema “Die größten Revolutionen der Menschheitsgeschichte”.

-3-

Der GD darf sich nicht als Gesellschaftstiger sondern als Programmtiger verstehen. Dieses Herzblut für die Produkte des ORF vermisse ich bei den diversen Verantwortlichen schon lange. Zuerst als Redakteurin, dann als Zuschauerin und jetzt als Produzentin.

Seit der Schaffung einer Entwicklungsabteilung im ORF wurde das eigenständige Kreieren von Programm nach und nach abgeschafft. Der ORF raubte das Selbstbewusstsein seiner Programmgestalter. Man schielte nur noch nach ausländischen Erfolgsformaten und hat sie einfach kopiert.

Der Sinn des ORF geht damit verloren. Denn die EU verteidigt die Subventionierung von audiovisuellen Medien mit Zähnen und Klauen bei der WTO, weil damit die Vielfalt der europäischen Kulturen gefördert werden soll. Wenn der ORF kopiert, amerikanisches Programm einkauft und fast nichts Eigenständiges mehr hervorbringt, stellt er sich selbst in Frage. Dann könnte man ihn eigentlich gleich privatisieren.

Will das wer?

Ich fände das schrecklich. Denn es fehlt an Qualitätsprogrammen. Seichte Unterhaltung gibt es genug. Wir brauchen einen starken ORF.

Ich sehe es als Staatsbürgerpflicht meinen Beitrag zu leisten.

Karin Kraml

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